Fasten und Autophagie - warum weniger mehr sein kann
- Jackie von KetoCoaching.ch

- 20. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Was im Körper passiert und was Autophagie wirklich bedeutet
Fasten wird heute oft als Strategie verkauft.
Zum Abnehmen
Zur Optimierung des Stoffwechsels
Für die Autophagie (Zellreinigung)
Als Morgenroutine
Vielleicht beginnt das Thema an einem ganz andern Punkt.
Nicht bei Studien - Sondern bei unserer Natur.
Unser Stoffwechsel ist für Pausen gemacht

Unser Körper ist dafür gemacht, auch mal ohne Nahrung auszukommen.
Über Jahrtausende gab es Zeiten mit Nahrung - und Zeiten ohne oder wenig.
Heute hingegen essen wir schon fast durchgehend:
Frühstück, Snack, Kaffee, Snack, Mittagessen, Snack, Abendessen, Snack.
Unser Stoffwechsel kommt kaum zur Ruhe.
Fasten oder auch nur eine Essenspausen bedeuten nicht "Verzicht" es geht um die Rückkehr zu etwas, das biologisch vorgesehen ist.
Nicht als Diät - sondern als metabolische Flexibilität.
Autophagie - kurz erklärt
Autophagie ist ein natürlicher "Recyclingprozess" der Zellen. Dabei werden beschädigte Bestandteile abgebaut und neu verwertet - eine Art innere Zellpflege.
Autophagie wird vor allem dann aktiviert, wenn die Energie knapp ist - z.B. währen längeren Essenspausen. Dabei sinkt der Insulinspiegel, mTOR wird gedämpft und AMPK aktiviert, Prozesse, welche die Reparatur begünstigen.
Auch eine ketogene Ernährung beeinflusst ähnliche Stoffwechselwege, da der Insulinspiegel niedrig bleibt.
Ob dadurch beim Menschen im gleichen Ausmass eine Autophagie ausgelöst wird wie beim Fasten, ist wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt - und vermutlich individuell unterschiedlich.
Meine Persönliche "Frühstücksgeschichte"
Bereits als Kind hatte ich nie gefrühstückt, nur schon beim Gedanken daran wurde mir Übel.
Meine Eltern waren regelrecht verzweifelt - Das Kind kann doch nicht ohne Frühstück aus dem Haus.
Ich bin jedenfalls bestens und voller Energien durch den Vormittag gekommen und das ist bis heute so.
Fasten geht bei mir über Nacht plus Vormittags, also im Intervall 16:8 manchmal auch 17: 7 ich nehm das nicht so genau.
Es fällt mir leicht, da es schon immer zu meinem Rhythmus gehörte und es fühlt sich für mich nicht als Verzicht an. Es gibt auch Zeiten wo das mal anders läuft, Ferien oder Einladungen, was sogar gut ist, um den Stoffwechsel auf ganz natürliche Weise wieder mal herauszufordern.
Nicht jeder Körper ist gleich
Nicht jeder Körper reagiert genau gleich - und nicht jeder Körper ist dafür gemacht, gleich auszusehen.
Wir sind alle unterschiedlich gebaut, ein breites Becken oder eine kräftige Grundstruktur verschwinden nicht einfach durch Fasten. Die Natur kennt Vielfalt, keine Einheitsform.
Fasten ist ein gutes Werkzeug für eine innere Regulation, statt reiner Gewichtsreduktion.
Deshalb gibt es nicht die eine richtige Fastenmethode. Für manche passt 16:8 gut, andere profitieren von längeren Essenspausen - und wieder andere brauchen regelmässige Mahlzeiten.
Es ist kein Wettbewerb - keine Challenge - Kein "je länger desto besser"
Vielleicht beginnt es einfach damit, Snacks mal wegzulassen, oder eine 12-stündige Essenspause über Nacht einzuhalten.
Die wichtigste Frage ist nicht:
"Wieviel Gewicht verliere ich?"
Sondern
"Kann ich meinem Körper wieder zutrauen, dass er Pausen gut übersteht?"
Unser Stoffwechsel ist seit Tausenden von Jahren darauf ausgelegt, genau das zu tun.
Wann Fasten nicht sinnvoll ist
In manchen Lebenssituationen braucht der Körper vor allem Stabilität - nicht zusätzliche Belastung.
Bei Untergewicht, starkem chronischen Stress, ausgeprägten hormonellen Dysbalancen oder bestimmten Erkrankungen sollte Fasten nicht leichtfertig begonnen werden.
Das bedeutet jedoch nicht, dass Essenspausen oder eine kohlenhydratreduzierte Ernährung grundsätzlich ausgeschlossen ist.
In solchen Fällen ist eine individuelle Betrachtung oder Begleitung durch Fachpersonen sinnvoll.
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Danke für diese super Info! Manchmal vergisst man die wichtigen Dinge - wie z. B. die Autophagie. Dank euch werde ich daran erinnert. 👍